Home     |     Produkte     |     News     |     Service+Support     |     Fachhandel

 


Komprimierung
DVB-S2
HD-Ready
HDMI
HDCP
Senderliste

 

 

HD-Ready

4.1 Einleitung
HD ready ist ein von der EICTA (European Information, Communications and Consumer Electronics Industry Technology Association) Anfang 2005 geschaffenes Label für Geräte, die hochauflösendes Fernsehen (HDTV) wiedergeben können. Das „HD ready“-Logo ist zurzeit das einzige herstellerübergreifende Siegel in Europa, das eine Mindestkonfiguration für HDTV-Equipment ausweist.

4.2 Anforderungen
Ein Hersteller darf ein Anzeigegerät mit dem „HD ready“-Logo versehen, wenn es

• eine native 16:9-Auflösung von wenigstens 720 Zeilen hat
• über (mindestens) einen analogen YUV-Komponenteneingang verfügt
• (mindestens) einen HDCP-kopierschutzfähigen digitalen Eingang (DVI-D/-I oder HDMI) besitzt
• über beide Eingänge (jeweils bei 50 und 60 Hertz, beim digitalen unverschlüsselt und verschlüsselt) Vollbilder von 1280 × 720 Pixeln (720p) und Halbbilder von 1920 × 1080 Pixeln (1080i) verarbeiten und darstellen kann

Das Empfangsteil bleibt dabei unberücksichtigt. Das HDTV-Signal kommt also von einer externen Set-Top-Box (HD-STB) über die erwähnten Eingänge, die als Anschlussbuchsen ausgeführt sind, zum Anzeigeteil. Auf Geräte, die in sich Bildschirm und HDTV-Empfänger vereinen (wie z.B. der HUMAX LDE-HD32S), trifft das Siegel nur bedingt zu. Für diese Geräte (und HD-Receiver) wird es zukünftig das Logo „HD TV“ geben.
Die genannten Anforderungen sollen den Käufer für alle Eventualitäten rüsten, um das Vertrauen in die Technik zu stärken. Das neue Logo soll das Bewusstsein wecken: Wer in Zukunft hochauflösendes Fernsehen oder Video schauen möchte, der braucht ein Gerät mit Eignung HD-ready. Dafür werden auch erhöhte Herstellungskosten in Kauf genommen.
Es ist nicht sicher, ob es in Europa weiterhin nur 50-Hertz-Ausstrahlungen und -Medien geben wird, und sowohl 720- als auch 1080-Zeilen-Formate können eingesetzt werden. Daher der Zwang zur Unterstützung von vier Formaten (720p50/60, 1080i50/60). Das Logo wird so bisher oft als HD-fähig beworbenen Anzeigegeräten verweigert, die entweder

• nicht alle o.g. Formate akzeptieren, obwohl sie sie physikalisch ausreichend darstellen könnten,
oder

• zwar alle HD-Signale auswerten, aber sie auf ihre physikalische 16:9-Auflösung von weniger als 720 Zeilen herunterskalieren

4.3 Kosten und Zertifizierungsprozess
Für jährlich 1000Euro erhält ein Lizenznehmer das Recht, das Logo mit bis zu drei Marken verwenden zu dürfen. Nur der Hersteller ist dafür verantwortlich, dass so gekennzeichnete Geräte die Vorgaben tatsächlich einhalten. Eine Prüfung seitens der EICTA findet nicht statt, aber Dritte (z.B. Fachzeitschriften) ziehen die Kriterien für ihre Tests heran. Es sind bereits mehrfach Verstösse gegen die Lizenzbedingungen bekannt geworden, die allerdings keine Strafzahlungen nach sich ziehen. Obwohl es bisher nicht gerichtlich geklärt worden ist, bleibt anzunehmen, dass eine Nichterfüllung der mit dem Siegel verbundenen Anforderungen den Kunden zum Rücktritt vom Kauf berechtigt.

4.4 Kritik

Kopierschutz
Kopierschutzkritiker werfen der EICTA vor, mit der Voraussetzung von HDCP die Grundlage für dessen breite Einführung schaffen zu wollen, was wiederum die Basis für Digital Rights Management (DRM) schafft. Künftige Empfangs- und Abspielgeräte werden über andere Ausgänge (analog oder ungeschützt digital) je nach DRM-Vorgaben keine oder nur qualitativ verminderte Bilder (und Töne) ausgeben. Damit bekämen bestehende Geräte ohne HDCP meistens schlechtere Signale als sie eigentlich darstellen können oder im Extremfall gar keine.
Inwieweit dies tatsächlich umgesetzt wird, ist zurzeit noch nicht bekannt. Die Fernsehsender fügen sich voraussichtlich den Vorgaben der Rechteinhaber, wobei gerade von den Hollywood-Filmstudios eine eher restriktive Politik erwartet wird.

Qualität
Die Qualität von den dafür nötigen Deinterlacern wird von „HD ready“ nicht festgelegt und zwar weder für 1080i noch für die SDTV-Auflösungen 576i50 und 480i60. Einige Kritiker meinen, dies hätte geschehen sollen, da viele Geräte hier Schwächen offenbaren. Allerdings würde dies aufwendige und subjektive Testverfahren erfordern, die nur schwer nachprüfbar wären.
Manchmal wird auch bemängelt, dass konforme Geräte 1080-Zeilen-Auflösungen auf bis zu 720 Zeilen herunterskalieren dürfen. Diese Kritiker wünschten sich eine native 16:9-Mindestauflösung von 1080 Zeilen.
 
Die Unterstützung von Vollbildsignalen mit 1080 Zeilen (1080p) und kinotypischen 24Hz bzw. 25Hz wird nicht explizit verlangt. Es existiert mit progressive with segmented frames (psF) zwar ein zu 1080i kompatibles Verfahren, um ein Vollbild als zwei Halbbilder mit identischem Zeitindex zu übertragen, aber für die Verleihung des Logos ist eine Erkennung dieses Verfahren, das auf progressiven Anzeigegeräten nur die einfachste Form des Deinterlacings (Weaving) benötigt, ebenfalls keine Voraussetzung, so dass einige konforme Geräte unnötig aufwendige Interpolationen durchführen könnten, die die Qualität mindern statt zu verbessern.

4.5 Selbstzertifizierung
Es wird nicht regelmässig überprüft, ob die Hersteller sich an die verlangten Vorgaben halten. Es entspricht somit keinem unabhängigen Prüfsiegel, sondern setzt auf Selbstkontrolle des Herstellers und des Kunden sowie der Fachpresse. Das „HD ready“-Label hat keinen behördlichen oder gar gesetzlichen Status.

 

 

Aktuelles

 Aktuell !

Neuer
High-End

HDTV-Empfänger

BELdigital
HD-7200S
TWIN-Tuner
PVR
DLNA
HbbTV
tolles Menü

 




Kontakt


Hier Finden Sie alle Informationen über uns und unser Vertriebsnetz.

Für Informationen   via E-Mail:

 

© Copyright BELSAT AG, November 2010 . All rights reserved!